Die Wundertätige Medaille
Spirituelles · Informatives
Bei der Wundertätigen Medaille handelt es sich um eine ovale Medaille, welche ein ganz besonderes Gnadenpfand der Muttergottes für unsere heutige Zeit darstellt. Im Medaillenbild erscheint Maria selbst als die Vermittlerin aller Gnaden. Diese Gnaden werden durch die von ihren Händen ausgehenden Strahlen versinnbildlicht, die sich über die ganze Welt verbreiten. Maria fordert uns auf, um diese Gnaden zu bitten und weist traurig auf lichtlose Edelsteine hin, auf Gnaden, um die niemand bittet.
Die Medaille geht auf eine Marienerscheinung in einem französischen Kloster zurück. Der Ordensschwester Cathérine Labouré begegnete die Muttergottes in der Nacht vom 18. auf den 19. Juli 1830. Maria erschien ihr auf dem Erdenrund stehend und bat die junge Nonne darum, dieses Motiv als Medaille prägen zu lassen. Dafür sah sie die Umschrift „O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir unsere Zuflucht zu dir nehmen“ vor. Gemäß der Erscheinung wurde auf die Rückseite der Medaille der Buchstabe „M“ als Sinnbild der Gottesmutter Maria und ein Kreuz als Zeichen für den gekreuzigten und auferstandenen Gottessohn geprägt. Unterhalb dieser Symbole befinden sich die Darstellungen der Heiligsten Herzen Jesu und Mariä. 1832 erhielt Schwester Cathérine die bischöfliche Erlaubnis zum Prägen der Medaillen, welche sich rasch in ganz Frankreich ausbreiten sollte. Aufgrund zahlreicher Heilungen erhielt die Medaille schon bald den bekannten Namen „Wundertätige Medaille.“
Einem Jeden der die Wundertätige Medaille von einem dazu bevollmächtigten Priester empfangen hat, sie fromm und andächtig trägt und sich der besonderen Gnadenmittlerschaft dieses marianischen Gnadengeschenkes bewusst ist, kann folgender Ablässe teilhaftig werden: Einen vollkommenen Ablass kann man an dem Tag erhalten, an dem man die Wundertätige Medaille empfängt sowie am kirchlichen Fest der Wundertätigen Medaille, dem 27. November. Ebenso ist der Erhalt eines vollkommenen Ablasses durch die reumütige Anrufung des Heiligsten Namens Jesu am Fest der Unbefleckten Empfängnis, dem Ostersonntag oder auf dem Sterbebett möglich. Zeitlichen Ablässen für jeweils 100 Tage kann man durch das Beten der Anrufung “O Maria, ohne Sünde empfangen, bitte für uns, die wir zu dir unsere Zuflucht nehmen!” teilhaftig werden.
Benjamin Greschner
